Wie hat sich eigentlich das Radio entwickelt?

Wie hat sich eigentlich das Radio entwickelt?

Radio kann als ein typisches „Begleitmedium bezeichnet werden“. Das bedeutet, dass es immer im Hintergrund arbeitet und oft übersehen wird. Es spielt Musik im Bad ab, verhindert, dass wir mithilfe der neuesten Verkehrsinformationen im Stau stecken bleiben oder informiert uns über die neuesten Nachrichten. Wir können es uns immer anhören, ohne unsere Aktivitäten zu unterbrechen. Wir müssen nicht immer die ganzen Tasten beobachten, geschweige denn benutzen. Aber wie funktioniert das Radio und wie hat es sich entwickelt?

Erstens besteht das Hören des Radios aus drei Elementen: erstens den Menschen, die das Radioprogramm erstellen und aufnehmen; zweitens der Technologie, die diese Aufnahmen sendet; und drittens der Vorrichtung, die das jeweilige Radioprogramm in unseren Räumen sendet. Die Anfangsphase des Radios ist daher auch das Telefon. Die Erfindungen von Telefon und des Telegraphen Ende des 19. Jahrhunderts waren die technische Grundlage für unseren heutigen Hörfunk. Bereits 1901 wurde die erste drahtlose telegrafische Nachricht über den Atlantik gesendet. Tatsächlich handelt es sich hierbei lediglich um elektrische Wellen, die vom Sender zum Empfänger gesendet und dort dekodiert, also entschlüsselt werden.

Im Jahr 1906 wurden die ersten Radios entwickelt. Die erste echte Radiosendung kam 1919 aus den Niederlanden. Hanso Schotanus in Steringa Idzerda produzierte fünf Jahre lang, vier Tage die Woche, sein Programm aus seiner Wohnung, bis ihm irgendwann das Geld ausging.

In Deutschland wurde das Radio am 29. Oktober 1923 in Deutschland „geboren“, als erstmals ein Live-Konzert übertragen wurde. Im Jahr 1924 gab es in Deutschland nur etwa 1.600 Menschen, die ein Radio besaßen. Dennoch war der erste Schritt in Richtung Massenmedium getan.

Elektrische Wellen, die früher den Menschen Musik und Nachrichten brachten, können nur bedingt in Stimme umgewandelt werden, zum Beispiel im Frequenzbereich von etwa 100 Hz. Deshalb haben die meisten unserer Sender eine Frequenz von 101,4 oder 99,5. Die Frequenz ist einfach nur als die Entfernung zu bezeichnen, in der einzelne Wellen entsprechend aufeinander folgen. Tatsächlich hat sich an der Empfangstechnik eigentlich nicht viel geändert, nur die Funkgeräte sind kompakter und effizienter und einfach leistungsstärker geworden.

Für Experten ist das Digitalradio einer der wichtigsten Meilensteine in der Übertragungsgeschichte, vergleichbar mit dem Senden der ersten Nachricht oder dem Wechsel zum UKW. Beispielsweise erhöht die Erweiterung des Empfangsbereichs auch die Anzahl der Sender. Es gibt mehr Platz für neue Stationen, wie z.B. einen eigenen Sender für Rockmusik oder einen speziellen Kanal für Kinder. Heute sind neben den herkömmlichen Kanälen 16 weitere hinzugekommen, und dieser Trend nimmt stetig zu.

Das Digitalradio ist zudem störungs- und rauschfrei und kann alle Sender unabhängig vom Standort problemlos empfangen. Es ist nicht mehr notwendig, die Sender an die Frequenzen anzupassen, aber sie können nach Namen durchsucht werden. Das Radio zeichnet die Sender auf, die es hört. Auch die Bundesregierung ließ sich schließlich vom Digitalradio überzeugen und beschloss aus diesem Grund, 2010 den Digitalfunk einzuführen.